Arm-Chips: Käufer statt Börsengang?

1. April 2022, 12:24
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Foto: Arm

Nachdem vor wenigen Wochen die Kaufabsichten von Nvidia gescheitert sind, hat nun der südkoreanische Speicherhersteller SK Hynix seine Übernahmepläne publik gemacht.

Der CEO von SK Hynix, Jung-Ho Park, hat an der diesjährigen Aktionärsversammlung erklärt, an der Übernahme des britischen CPU-Entwicklers Arm interessiert zu sein. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenangentur 'Yonhap News'. Demnach sagte Park, dass die Bildung eines Konsortiums mit strategischen Partnern geprüft werde, um Arm miteinander zu übernehmen. Dieses gemeinsame Vorgehen sei nötig, weil der britische Prozessorproduzent nicht von einem einzigen Unternehmen gekauft werden könne, meinte Park.
Er spricht damit die von Nvidia allein angestrebte Arm-Übernahme an, von der seit Anfang Februar bekannt ist, dass der anvisierte Milliardendeal des Branchenriesen nach Widerstand von Konkurrenten und Wettbewerbshütern geplatzt ist. Jetzt will der weltweit zweitgrösste Speicherhersteller den Chipdesigner Arm gemeinsam mit strategischen Partnern kaufen.
Laut 'Yonhap News' befindet sich Parks Idee einer Übernahme noch in einem sehr frühen Stadium. Immerhin habe er den Aktionären aber gesagt, dass SK Hynix eine Fusion in der Halbleiterindustrie ins Auge fasse. Konkrete habe er festgehalten: "Ich möchte Arm kaufen, wenn auch nicht ganz. Es muss nicht der Kauf der Aktienmehrheit sein, um das Unternehmen kontrollieren zu können."
Arm gehört seit 2016 dem japanischen Softbank-Konzern, der das Unternehmen damals für umgerechnet rund 31 Milliarden Franken gekauft hat. Nachdem die von Nvidia angestrebte Übernahme gescheitert ist, will Softbank Arm nun an die Börse bringen. So wurde soeben erst bekannt, dass bis zu 15% der Leute des Chip-Designers gehen sollen. Offensichtlich soll das Unternehmen etwas "schlanker" und damit attraktiver für Investoren gemacht werden.

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