BLKB lässt Radicant-Abschreiber extern untersuchen

14. Juli 2025 um 09:25
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Foto: Radicant

Über 100 Millionen Franken musste die Basellandschaftliche Kantonalbank bei ihrer Digitaltochter abschreiben. Jetzt sollen die Hintergründe dazu beleuchtet werden.

Anfang Monat kündigte die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) an, dass man bei der Tochtergesellschaft Radicant eine Wertberichtigung in der Höhe von 105,5 Millionen Franken vornehmen muss. Dabei war es nicht der erste Abschreiber, den die Digitalbank hinnehmen musste. Vor einem Jahr wurden 9 Millionen Franken in den Sand gesetzt. In 2022 waren es sogar 22 Millionen Franken.
Die Ankündigung zur Wertberichtigung löste eine "breite Diskussion" in der Politik und in der Öffentlichkeit aus, wie das Finanzinstitut in einer Mitteilung schreibt. "Die Diskussionen haben gezeigt, dass eine sachliche Darstellung und sorgfältige Aufarbeitung der Hintergründe und Abläufe notwendig sind, um eine fundierte und objektive Grundlage für die weitere politische und öffentliche Diskussion zu haben", so die Mitteilung.
Anlässlich seiner Sitzung vom 11. Juli 2025 habe der Bankrat deshalb in Abstimmung mit dem Kanton Basel-Landschaft beschlossen, dass eine unabhängige Untersuchung durchgeführt werden soll. In dieser soll der Finanzberater Gw&p Schweiz klären, welche Umstände, Ereignisse und Abläufe zu der Wertberichtigung geführt haben. Dabei sollen auch die Rolle und Verantwortung des Bankrats und der Geschäftsleitung der BLKB beleuchtet werden.
Der abschliessende Bericht wird voraussichtlich bis Ende August 2025 erwartet, schreibt die BLKB. Die Ergebnisse der Begutachtung sollen dann dem Kanton Basel-Landschaft zur Verfügung gestellt werden. Ebenso soll die Öffentlichkeit zeitnah über die Resultate informiert werden, verspricht die Kantonalbank.


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