Bund sieht ERP der Armee auf Kurs

21. August 2025 um 07:00
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Foto: VBS-DDPS

Rund 10'000 Mitarbeitende des VBS nutzen seit Januar das erneuerte ERP-System der Armee. Die Lösung für die Kriegslogistik befindet sich dem Bund zufolge im Aufbau.

Die Schweizer Armee will es zusammen mit dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) geschafft haben, ihr ERP-System zu erneuern. Wie es in einem Bericht des Bundesrats heisst, sei das Digitalisierungsprojekt "ERP Systeme V/ar" auf Kurs. Es werde pünktlich sowie im Budgetrahmen umgesetzt. Dabei bleibt der jüngst vom VBS monierte Personalmangel unerwähnt.
Das neue SAP-System sei innerhalb der Gruppe Verteidigung und Armasuisse seit dem 6. Januar 2025 in Betrieb. Rund 10'000 Mitarbeitende arbeiteten seither mit der Plattform, die speziell auf die Bedürfnisse von Armeen zugeschnitten sei, führt der Bundesrat aus.
Ursprünglich sei auch ein System für einsatzkritische Prozesse Bestandteil des Programms "ERP Systeme V/ar" gewesen, gibt der Bundesrat zu. Im Verlauf der Umsetzung habe sich gezeigt, dass das SAP-Modul Disconnected Operations nicht wie geplant unabhängig betrieben werden kann. Damit sei das SAP-basierte Logistiksystem zwar für den normalen Betrieb geeignet, jedoch nicht für spezielle Lagen. Dann müsse das System auch ohne eine Netzverbindung funktionieren, was bei der aktuellen Lösung nicht möglich ist.

Kriegslogistik wird herausgelöst

Auf der Grundlage dieser Erkenntnis hat die Gruppe Verteidigung auch auf Empfehlung der Eidgenössischen Finanzkontrolle im Juni 2023 entschieden, das Programm "ERP Systeme V/ar" nach Einführung des Systems für den Normalbetrieb zu beenden. An diesem Punkt sei man nun angelangt, konstatiert der Bundesrat. Und das VBS doppelt nach, das Programm wie geplant 2026 abschliessen zu können.
Wie der Bundesrat erklärt, soll die Weiterentwicklung eines militärischen Logistiksystems im Rahmen eines neuen Projekts geschehen. Die Milizprozesse sollen künftig von Informatik unterstützt werden, die auf der Neuen Digitalisierungsplattform der Armee läuft. Sie besitze keine Schnittstellen nach aussen – beispielsweise zu den SAP-Systemen der Verwaltung. Die Arbeiten an dem System würden 2025/2026 unter der Leitung der Logistikbasis der Armee aufgenommen.

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