Mobileye-Börsengang geglückt

26. Oktober 2022 um 13:42
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Fahrzeugflotte von Mobileye in Jerusalem. Foto: Ilan Ben Oudiz / Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Tochterfirma von Intel hat eine Bewertung von 16,7 Milliarden Dollar erreicht. Mit dem Geld sollen hauptsächlich Schulden beim Mutterkonzern beglichen werden.

Der Börsengang von Intels Tochterfirma für autonome Fahrzeuge ist offiziell vollzogen. Der Chiphersteller konnte die Aktien seiner Roboterauto-Tochter Mobileye ganz knapp über der angepeilten Preisspanne verkaufen. Die Aktienplatzierung wurde schlussendlich rund 861 Millionen Dollar schwer, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung von Intel und Mobileye hervorgeht.
Ab Mittwoch, 26. Oktober 2022, soll der Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq starten. Bei einer angepeilten Preisspanne von 18 bis 20 Dollar wurde Mobileye die Papiere für 21 Dollar los. Das Unternehmen wird damit auf etwa 16,7 Milliarden Dollar bewertet. Zuvor wurde eine Bewertung zwischen 14 und 16 Milliarden Dollar angestrebt, was in der Nähe des damaligen Kaufpreises von 15 Milliarden Dollar liegt. Dazu gab es auch Spekulationen, dass der Börsengang für Intel zum Verlustgeschäft werden könnte.
Auch nach dem Börsengang will Intel die Kontrolle über die israelische Firma behalten. Der Konzern wird weiter 750 Millionen Aktien mit mehr Stimmrechten besitzen. Bei den Stimmrechten soll Intel dadurch auf mehr als 99% kommen. Mobileye rechnet nach Abzug der Kosten mit einem Nettoerlös von rund 800 Millionen Dollar aus dem Börsengang. Mit einem "erheblichen" Teil des Geldes sollen Schulden bei der Muttergesellschaft getilgt werden, hiess es.
Das Börsenumfeld ist aktuell unter anderem angesichts der Konjunktursorgen ungünstig. Aber auch mit Blick auf das Geschäft der Firma wurden zuletzt Zweifel grösser, ob die seit Jahren entwickelte Roboterauto-Technologien es tatsächlich in den Massenmarkt schaffen werden.

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