Im Oktober 2021 startete die Ecole 42 in Lausanne
ihren ersten Lehrgang. Das von Salt-Besitzer Xavier Niel zusammen mit Partnern 2013 in Paris gegründete Institut verfügt über rund 50 Standorte weltweit und bietet gratis Informatik-Unterricht an. Die Ausbildung basiert auf neuen Lernmethoden, die auf gemeinsames Lernen und den Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern setzen. Im vergangenen März gründete die Ecole 42 in der Westschweiz zudem
ein Institut für Cybersicherheit.Schon zum Start in Lausanne erklärte Direktor Christophe Wagnière, man wolle in die Deutschschweiz expandieren. Das Interesse am ersten Studiengang in der Romandie habe "die Notwendigkeit bestätigt, den Personalmangel in der IT-Entwicklung lokal zu beheben".
Jetzt werden diese Pläne konkret, wie Wagnière in einem Gespräch mit der
'Netzwoche' ausführt. "Heute, da die Finanzierung von Ecole 42 Lausanne gesichert ist und die Schule auf Hochtouren läuft, starten wir mit der Suche nach den wichtigsten Partnern, um den Campus in Zürich zu finanzieren."
Ziel sei es, die Finanzierung bis Ende 2023 zu sichern, um den neuen Campus im ersten Halbjahr 2024 einzurichten und am 6. Juli 2024 zu eröffnen. "Das Datum liegt auf der Hand, denn 6 mal 7 macht 42. Für den Standort gibt es mehrere Alternativen. Am liebsten wäre es mir, einen Flying Campus in Kloten zu eröffnen", sagt Wagnière.
Die Region Zürich sei wegen ihres Einzugsgebietes schon immer naheliegend gewesen, so der Schuldirektor zur 'Netzwoche'. Er hegt jedoch bereits weitere Ausbaupläne: Nach Zürich schaue man nach Basel. "Dort möchten wir mit unseren Kollegen von 42 Mulhouse den ersten grenzüberschreitenden Campus eröffnen – vom Konzept her vergleichbar mit dem internationalen Flughafen Basel-Mulhouse, das heisst mit einem deutschsprachigen Bereich in Basel und einem französischsprachigen Bereich in Mulhouse für Studierende aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland."