Der Bundesrat will auf Bundesebene neue Strukturen schaffen, um der "zunehmenden Herausforderung" der digitalen Transformation Herr zu werden. Ein Umsetzungskonzept soll im dritten Quartal 2020 von der Bundeskanzlei vorgelegt werden. Im Zentrum der Reorganisation steht das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB), das bis anhin die Umsetzung der ICT-Strategie des Bundes sicherstellt. Das ISB soll von operativen Aufgaben entlastet werden, "damit es sich auf seine strategischen Aufgaben fokussieren kann", wie der Bundesrat schreibt. Wir haben nach Details gefragt.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat die Arbeitslosenzahlen veröffentlicht. Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im März 2020 gegenüber dem Vormonat von 2,6 auf 2,9 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote im Wirtschaftszweig "Information und Kommunikation" liegt bei 3 Prozent, was eine Zunahme von fast 15 Prozent im Vergleich zum März 2019 bedeutet. In den aktuellen Zahlen des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich sind in der Informatikbranche 704 als arbeitslos gemeldete Personen ausgewiesen. Dies entspricht einem Anstieg von 28,5 Prozent gegenüber dem März 2019.
Im neuen "Lohnbuch Schweiz 2020" werden auch Saläre in den IT-Berufen aufgeführt. Eine Erkenntnis bei der Analyse: In den "traditionellen" IT-Berufen präsentiert sich die Lohnsituation anders als in den Trendberufen. So verdienen Data Scientists bereits auf Stufe Junior fast 30 Prozent mehr als Software-Entwickler auf gleichem Niveau. Als gut bezahlte Berufe stellen sich auch Wirtschaftsinformatiker und Product Owner heraus. Rein finanziell ist es hingegen nicht interessant, ICT-Supporter oder ICT-Techniker zu sein oder zu bleiben.
Die Betreiber des riesigen "Cyberbunkers" – einem Bulletproof-Hoster – sind in Deutschland angeklagt worden wegen Beihilfe zu mehr als 1,5 Millionen Verbrechen, die über die Server des Darknet-RZs abgewickelt worden sein sollen. Die Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz wirft den Tatverdächtigen vor, kriminelle Webseiten gehostet zu haben. Die Betreiber müssen sich unter anderem für Beihilfe zu Drogenhandel, Hehlerei mit Datensätzen, Deals mit Falschgeld und Waffen, Verbreitung von Kinderpornographie sowie Hacken von IT-Infrastruktur und Mordaufträge verantworten.
Swissgrid, Betreiber des Schweizer Übertragungsnetzes für Strom, bricht eine Security-Ausschreibung teilweise ab. Gesucht war eine Lösung für Endpoint Detection and Response zum Schutz von Benutzer-Endpoints und Servern, die zwingend auf Tanium-Produkten basiert, und speziell gegen APTs eingesetzt werden sollte. "Veränderungen bei den Rahmenbedingungen" hätten zum Teilabbruch der Beschaffung geführt, sagte uns das Unternehmen. Weitere Details waren nicht zu erfahren, denn es sei Bestandteil der Cyber-Security-Strategie, die Schutzmassnahmen nicht öffentlich zu kommentieren, so der Sprecher.