Stefano Camuso arbeitet neu beim BIT

5. Februar 2025 um 15:05
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Stefano Camuso hat im Februar seine neue Stelle beim BIT angetreten. Foto: Archivbild

Beim Bundesamt für Informatik wird der Branchenkenner den Aufbau der "Swiss Government Cloud" verantworten.

Anfang Februar hat Stefano Camuso beim Bundesamt für Informatik (BIT) die Stelle als Programmmanager Swiss Government Cloud (SGC) angetreten. In dieser Rolle werde er den Aufbau der neuen Hybrid-Multi-Cloud-Umgebung im Bundesamt koordinieren, erklärt das BIT auf Anfrage von inside-it.ch. Dazu gehören die Sicherstellung der Zeit-, Kosten- und Qualitätsvorgaben, die Planung von Meilensteinen und Ressourcen sowie die Koordination mit verschiedenen Stakeholdern aus der Bundesverwaltung und weiteren Stellen.
In seiner Rolle sei er organisatorisch im BIT bei Direktor Dirk Lindemann angesiedelt. Als Programmleiter werde er direkt an die EFD-Generalsekretärin sowie an den Programmausschuss berichten, heisst es vom BIT auf Anfrage weiter.
Camuso wechselt von der Privatwirtschaft zum Bund. Im Laufe seiner Karriere war er bei nationalen und internationalen IT-Firmen tätig. Bis 2015 arbeitete er gut zehn Jahre lang in verschiedenen leitenden Rollen bei EMC. Später war er auf EMEA-Ebene bei Avaya und bis 2020 als Managing Director bei T-Systems Schweiz. Weitere Stationen seiner Karriere waren Axians & Actemium Schweiz sowie Flowable.

Grossprojekt SGC

Als Erstes wird Camuso laut einem BIT-Sprecher den schrittweisen Aufbau der Programmorganisation im BIT angehen. Parallel dazu läuft demnach die Erarbeitung der nötigen Beschaffungsgrundlagen für den Aufbau der SGC.
Mit seiner Cloud-Strategie von 2020 hat sich der Bundesrat für einen Hybrid-Multi-Cloud-Ansatz entschieden. Bundesbehörden sollen sowohl bundesinterne als auch externe Cloud-Dienste mehrerer Anbieter beziehen können. Im Rahmen dieser Strategie erfolgte auch die grosse Public-Cloud-Beschaffung bei amerikanischen und einem chinesischen Hyperscaler.
Im Rahmen des Grossprojekts SGC will der Bund bis 2032 die gesamte Infrastruktur aufbauen, zu der auch On-Prem- und Private-Cloud-Ressourcen gehören. Für den Aufbau und Betrieb sowie Ausbildung, Beratung und Governance rechnet der Bund mit Kosten von 320 Millionen Franken.
Das Parlament hat den Verpflichtungskredit in der vergangenen Wintersession freigegeben. Erste Funktionalitäten sollen ab 2026 nutzbar sein, heisst es auf der Projektwebsite des BIT. Ab 2027 soll der produktiv nutzbare Funktionsumfang ausreichen, damit mit der Migration der Fachanwendungen aus den bisherigen Cloud-Infrastrukturen des BIT gestartet werden kann. Ziel ist, dass auch Kantone und Gemeinden Dienstleistungen der SGC beziehen können.

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