Viele Wechsel im Top-Management von Ispin und Cymbiq

21. März 2023 um 11:19
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Samuel Bärfuss amtet seit dem 1. März als CEO von Ispin. Foto. Ispin

Bei der Cybersecurity-Gruppe gab es Umstellungen, zugleich schrumpfte Ispin um ein Drittel. Was ist los?

Vor einigen Jahren kündigte der Schweizer Security-Spezialist Ispin Grosses an: Man wolle mit "Swissness" den europäischen Markt erobern. Firmengründer Marco Marchesi hob mithilfe des Investors Capiton die Cymbiq Group aus der Taufe, um einen europäischen Security-Dienstleister aufzubauen. Ab 2018 verleibte sich Cymbiq mehrere Firmen ein und rückte sie näher zusammen: Die Kernfirma Ispin wurde ergänzt um die Wiener Firma Anovis IT-Services und Trading, Koch IT aus Winterthur sowie Aspectra aus Zürich.
Anfang 2022 gab es einige Unruhen, wie wir aus Mitarbeiterkreisen hörten. Es kam zu Wechseln und Abgängen in der Gruppenleitung: Norbert Thurner, ein deutscher Manager mit Vergangenheit bei der Deutschen Telekom, übernahm als CEO von Ispin und Cymbiq. Zugleich wurden mit Robert Erben als Delivery-Chef – einer Art COO – ein neuer Manager angestellt. Dieser verliess die Firma laut Linkedin im Juli 2022 bereits wieder.
Kürzlich wurde bekannt: Auch Norbert Thurner verlässt die Firma. Sein Nachfolger ist Samuel Bärfuss von Koch IT. Cymbiq-CFO Bohne ging ebenfalls im Juli 2022 von Bord und derzeit ist auch die Rolle des Chief Commercial Officer (CCO) bei Ispin ausgeschrieben. Wieder eine ganze Menge Bewegung bei Ispin und der Cymbiq Group. Wir haben nachgefragt.

Ispin zählt heute 60 Beschäftigte

"Norbert Thurner hatte von Beginn an ein auf eine beschränkte Zeit ausgelegtes Arbeitsverhältnis", heisst es von Reiner Höfinger, der bei Ispin die Medienarbeit verantwortet. Christian Bohne habe aus privaten Gründen eine Aufgabe näher bei seinem Wohnort angenommen, CCO Markus Jauch wolle ebenfalls eine neue Herausforderung ausserhalb der Firma annehmen. Wenn die Nachfolge feststehe, berichte man wieder, heisst es vage.
Das befristete Arbeitsverhältnis von Thurner war bei dessen Stellenantritt nicht kommuniziert worden. Seine Aufgabe als CEO habe im Wesentlichen darin bestanden, die Transition von einer Projekt- zu einer Serviceorganisation voranzutreiben, heisst es nun von Höfinger. Mit der Transformation begründet der Pressesprecher auch den Rückgang der Mitarbeitenden-Zahl: 2020 waren noch 90 Beschäftigte für das Unternehmen tätig, heute zählt es noch 60 Mitarbeitende.
"Ja, wir haben eine höhere Fluktuation", sagte Marchesi Anfang 2022, führte dies aber auf eine allgemeine Entwicklung in der Cybersecurity-Branche zurück. Höfinger bestätigt nun: "Die Arbeitnehmer-Situation am Arbeitsmarkt nach Covid erschwerte den Übergangsprozess." Als Serviceorganisation wachse Ispin nun aber wieder, es würden weiter Spezialistinnen und Spezialisten eingestellt.

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