Der Bieterkampf um das Schweizer Unternehmen Softwareone scheine sich zu verschärfen, berichtet 'Reuters' mit Berufung auf Personen mit direkter Kenntnis der Angelegenheit. Wie bereits bekannt war, will der Investor Bain Capital 100% der Aktien von Softwareone übernehmen. Gemäss dem
'Reuters'-Bericht, hat Bain dem Lizenzhändler vergangene Woche ein weiteres Angebot unterbreitet. Ausserdem hätten die Stanser ein unverbindliches Angebot von Apax Partners erhalten.
Im Juli erklärte der Verwaltungsrat von Softwareone,
mehrere Optionen zu prüfen. Dazu gehöre die Frage, ob die Gesellschaft als börsenkotiertes Unternehmen weitergeführt werden soll. Auch die Möglichkeiten eines Verkaufs oder einer Fusion sollen geprüft werden.
Gemäss den Quellen von 'Reuters' haben mindestens 4 Parteien Angebote eingereicht. Bain, Apax und JPMorgan wollten sich gegenüber der Nachrichtenagentur aber nicht zu den Berichten äussern.
Eine erste Offerte von Bain Capital, die auch von den Gründungsaktionären unterstützt wird,
lehnten die Stanser ab. Den Preis von 18,50 Franken pro Aktie bewertete das Unternehmen als zu tief. Der britische Investor
erhöhte später sein Angebot auf 19,50 bis 20,50 Franken. Diese Offerte liege noch immer auf dem Tisch, so der Bericht.
Das Stanser Unternehmen ist seit 2019 an der Börse. Die Papiere wurden nach dem IPO mit etwas über 18 Franken gehandelt. Zwischenzeitlich kletterten sie auf über 20 Franken, lagen aber im ersten Halbjahr 2022 bei rund 12 bis 15 Franken. Nach Bekanntwerden des ersten Angebots von Bain stiegen die Papiere um rund 20% auf 18 Franken und pendelten sich um diesen Preis ein.
Für das erste Halbjahr 2023 meldete Softwareone einen nur leicht gestiegenen Umsatz und einen
Rückgang des bereinigten Gewinns auf Stufe Ebitda. Es sei eine strategische Überprüfung zur Maximierung des Shareholder-Values im Gange, erklärte das Unternehmen damals.
Möchten Sie uns unterstützen?
Inside IT steht für unabhängigen und qualitativ hochwertigen Journalismus. Unsere Inhalte sind kostenlos verfügbar und bleiben dies auch weiterhin. Umso mehr würden wir uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit und unsere Recherchen mit einem Betrag Ihrer Wahl unterstützen. Vielen Dank!