Die gewählten und abgewählten Digitalpolitiker und -politikerinnen

23. Oktober 2023 um 11:22
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Foto: Parlamentsdienste / Tim Loosli

Alle Mitglieder des Nationalrates sind nach dem Wahlwochenende bekannt. Wir bieten einen Überblick mit digitalem Fokus zu den Ergebnissen.

In unserem "Wahl-Report" haben sich die 6 Fraktionsparteien im Bundeshaus zu digitalen Themen geäussert. Abgesehen davon blieb es aber im Wahlkampf auffallend still, was digitale Themen anbetraf. Unser Chefredaktor kommentierte deshalb schon vor dem Wahlwochenende: "Die nächste Legislatur wird wie die aktuelle: analog."
Am 22. Oktober hat das Stimmvolk gewählt. Die 200 Plätze im Nationalrat sind wieder besetzt. Für den Ständerat kommt es noch zu einigen 2. Wahlgängen, was bei Nachrückenden auf den jeweiligen Listen auch noch kleine personelle Änderungen im Nationalrat nach sich ziehen kann.
Im Folgenden bieten wir einen Überblick über die Wahlresultate aus digitalpolitischer Sicht. Wir haben dabei die Listen mit den bisherigen Ratsmitgliedern der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit (Parldigi) und der Parlamentarischen Gruppe Startups und Unternehmertum sowie deren Wahlempfehlungen für Neu-Kandidierende als Grundlage genommen. Zusätzlich haben wir das vom Verein CH++ erstmals erstellte Tech-Rating konsultiert: Wer mit einer Bewertung zwischen 90 und 100% wurde (wieder-)gewählt?
Schaut man auf Parldigi, trifft es die GLP am härtesten. Sie verliert mit Swico-Geschäftsführerin Judith Bellaiche, dem Programmierer Jörg Mäder und dem Informatiker François Pointet gleich 3 ihrer bisherigen Mitglieder. Weiter fällt auf, dass von den von Parldigi vorgeschlagenen neuen Kandidaten und Kandidatinnen bloss 2 den Sprung nach Bern geschafft haben: der Schwyzer Informatik-Ingenieur Dominik Blunschy (Mitte) und die Berner Lebensmittelingenieurin Ursula Zybach (SP).
Wiedergewählt, neu gewählt und abgewählt wurden:

SVP

Wiedergewählt: Lars Guggisberg (BE), Franz Grüter (LU), Benjamin Fischer (ZH)
Ständerat: Esther Friedli (SG)

SP

Wiedergewählt: Cédric Wermuth (AG), Gabriela Suter (AG), Matthias Aebischer (BE), Nadine Masshardt (BE), Flavia Wasserfallen (BE), Sarah Wyss (BS), Valérie Piller Carrard (FR), Laurence Fehlmann Rielle (GE), Martina Munz (SH), Franziska Roth (SO), Bruno Storni (TI), Samuel Bendahan (VD), Brigitte Crottaz (VD), Emmanuel Amoos (VS), Fabian Molina (ZH), Min Li Marti (ZH), Céline Widmer (ZH)
Neu gewählt: Ursula Zybach (BE), Hasan Candan (LU)
Ständerat: Eva Herzog (BS), Baptiste Hurni (NE), Daniel Jositsch (ZH)
Abgewählt: Mustafa Atici (BS), Ursula Schneider Schüttel (FR)

Die Mitte

Wiedergewählt: Marianne Binder-Keller (AG), Fabio Regazzi (TI), Sidney Kamerzin (VS)
Neu gewählt: Dominik Blunschy (SZ)
Ständerat: Charles Juillard (JU), Benedikt Würth (SG)

FDP

Wiedergewählt: Maja Riniker (AG), Christian Wasserfallen (BE), Damien Cottier (NE), Marcel Dobler (SG), Susanne Vincenz-Stauffacher (SG), Jacqueline de Quattro (VD), Laurent Wehrli (VD), Andri Silberschmidt (ZH), Beat Walti (ZH)
Ständerat: Matthias Michel (ZG)

Grüne

Wiedergewählt: Christine Badertscher (BE), Kilian Baumann (BE), Aline Trede (BE), Sibel Arslan (BS), Gerhard Andrey (FR), Delphine Klopfenstein Broggini (GE), Nicolas Walder (GE), Michael Töngi (LU), Fabien Fivaz (NE), Franziska Ryser (SG), Felix Wettstein (SO), Greta Gysin (TI), Sophie Michaud Gigon (VD), Raphaël Mahaim (VD), Léonore Porchet (VD), Christophe Clivaz (VS), Manuela Weichelt (ZG), Balthasar Glättli (ZH), Katharina Prelicz-Huber (ZH), Marionna Schlatter (ZH)
Abgewählt: Natalie Imboden (BE), Isabelle Pasquier-Eichenberger (GE), Valentine Python (VD), Meret Schneider (ZH)

GLP

Wiedergewählt: Beat Flach (AG), Kathrin Bertschy (BE), Jürg Grossen (BE), Melanie Mettler (BE), Katja Christ (BS), Corina Gredig (ZH)
Abgewählt: Michel Matter (GE), François Pointet (VD), Judith Bellaiche (ZH), Jörg Mäder (ZH)

EVP

Wiedergewählt: Marc Jost (BE), Nik Gugger (ZH)
Wie sich die neu zusammengesetzten kleine und grosse Kammer bei den dringend anstehenden digitalpolitischen Geschäften positionieren, wird die nächste Legislatur zeigen. Vielleicht kristallisiert sich in den kommenden 4 Jahren auch noch ein neuer digitaler Kopf heraus, den bis jetzt niemand auf der Rechnung hatte.

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