Martin Jetter wird Vorsitzender der Scion Association

2. September 2025 um 13:45
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Martin Jetter. Foto: zVg

Der ehemalige Chef von IBM Deutschland folgt bei der Non-Profit-Organisation auf ETH-Professor Lothar Thiele.

Die Scion Association mit Sitz in Luzern erhält mit Martin Jetter einen neuen Vorsitzenden. Er tritt die Nachfolge von ETH-Professor Lothar Thiele an, der seit 2023 Vorsitzender des Verwaltungsrats war. "Die Scion Association dankt Professor Thiele für sein herausragendes Engagement und seine vielen Beiträge", heisst es in einer Mitteilung.
Der neue Vorsitzende Jetter engagiere sich bereits seit 2022 aktiv für die Scion-Technologie und habe als Beirat strategische Beratung mit dem Schwerpunkt auf Verbesserungen der Scion-Spezifikationen, von Open Source und des Community-Outreachs beigetragen. In seiner Karriere bekleidete Jetter zahlreiche Führungspositionen bei IBM, unter anderem als Chef von IBM Deutschland. Zudem war er Vorsitzender der Deutschen Börse.
Die Non-Profit-Organisation Scion Association will sich für ein sichereres, leistungs- und widerstandsfähigeres Internet einsetzen, welches auf dem an der ETH Zürich entwickelten Scion-Protokoll (Scalability, Control, and Isolation On Next-Generation Networks) beruht. Unternehmen wie Anapaya kümmern sich ihrerseits um die kommerzielle Nutzung und Verbreitung der Technologie.

"Richtiger Moment für Führungswechsel"

"Die Ernennung von Martin Jetter zum Vorsitzenden stellt sicher, dass Scion weiter global expandiert und immer mehr Nutzern und Dienstleistern zugutekommt", sagte sein Vorgänger Lothar Thiele in der Mitteilung. "Nun, da Scion sich von seinen akademischen Wurzeln zu einem breiteren Einsatz und mehr Umsetzung bewegt, ist es der richtige Moment für einen Führungswechsel zu Martin Jetter, der über tiefe Erfahrung in Wirtschaft und Technologie verfügt."
Es sei eine Ehre, zum neuen Vorsitzenden ernannt zu werden, ergänzte Martin Jetter. Kritische Sektoren und Infrastrukturen seien mit zunehmender Komplexität und wachsenden Risiken konfrontiert. Dies erfordere einen völlig neuen Ansatz für die Konnektivität. "Ich bin fest davon überzeugt, dass Scion als die einzige Lösung hervorsticht, die am besten in der Lage ist, das nötige Vertrauen, die Kontrolle und die Cyberresilienz zu gewährleisten", so Jetter.
Die Scion-Technologie wird beispielsweise im Secure Swiss Finance Network von SIX und der Schweizer Nationalbank eingesetzt. Auch das kürzlich gegründete Secure Swiss Utility Network von Akteuren aus dem Schweizer Energie- und Technologiesektor will auf die Technologie setzen.


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