"Ask me anything": Microsofts Suchmaschine Bing wird bald zum Chatbot.
Die Suchmaschine Bing soll dank KI-Hilfe zur ernsthaften Google-Alternative werden.
Chatten mit Bing: Microsoft integriert ChatGPT in seine Suchmaschine und will so die besseren Ergebnisse liefern können als Google. Nutzerinnen und Nutzer sollen bei Bing Anfragen eintippen und wie bei ChatGPT Antworten zurückerhalten können.
Bing wird "schlau"
Nach der entsprechenden Ankündigung im Januar hat Microsoft nun das Vorhaben offiziell vorgestellt. Gleichzeitig bringt Microsoft eine neue Version seines Browsers Edge heraus, der ebenfalls über KI-Funktionen verfügt.
Die KI im Browser soll beim Erstellen von Texten helfen.
Laut Microsoft soll Bing auch komplexere Aufgaben bewältigen können. Eines der Beispiele bei der Präsentation des KI-Diensts war, Bing zu bitten, eine mehrtägige Reise zu planen. Danach kann man die Suchmaschine auch fragen, wie viel die Reise kosten würde und ob man sie anpassen könne.
Bing beantwortet Fragen und nennt die genutzten Quellen.
KI von Bing nennt Quellen und kennt aktuelle Ereignisse
Bei Bing kommt eine Weiterentwicklung des Sprachmodells GPT 3.5 zum Einsatz, auf welchem ChatGPT basiert. Microsoft investierte mehrere Milliarden Dollar in die Firma OpenAI, welche ChatGPT entwickelt, und bindet die Software der Firma auch in seine Office-Büroprogramme ein. Er glaube, dass die Technologie so ziemlich jede Software-Kategorie verändern werde, betonte Microsoft-Chef Satya Nadella.
Der grösste Unterschied zu ChatGPT ist, dass Bing auch Nachrichten zu aktuellen Ereignissen liefern kann. Zudem zitiere die KI bei Bing bei den Antworten die genutzten Quellen. Verfügbar ist das "neue Bing", wie es Microsoft nennt, allerdings noch nicht. Auf der Website kann man sich auf einer Warteliste eintragen lassen. Wann das neue Bing offiziell startet, ist noch offen.
Verbreitung von KI ist eine gesellschaftliche Herausforderung
Eine wichtige Frage bleibt, wie wir als Gesellschaft mit der immer stärker werdenden Verbreitung von KI umgehen. "Können Algorithmen fair sein?", fragte Michele Loi, Philosoph und Forscher der Digital Society Initiative der Universität Zürich schon vor 4 Jahren in einer Kolumne bei uns. Eine der grössten Herausforderungen wird sein, dass die KIs nicht "Fake News" als Tatsachen verkaufen oder gewisse "Informationen" einfach erfinden.
Microsoft adressierte diese Problematik in seiner Präsentation und sagte, man arbeite hart daran, solche Risiken zu verhindern. Zudem werde eine Warnung eingeblendet: "Lassen Sie uns gemeinsam lernen. Bing wird von künstlicher Intelligenz angetrieben, daher sind Überraschungen und Fehler möglich. Überprüfen Sie die Fakten und teilen Sie uns Ihr Feedback mit, damit wir lernen und uns verbessern können!"