Microsoft passt Cloud-Lizenzen (zum Guten) an

31. August 2022, 09:55
image
Foto: Sendi Gibran / Unsplash

Seit 2019 haben Kunden, die nicht auf Microsoft Azure setzten, zu viel für ihre Lizenzen bezahlt. Das soll sich nun ändern.

Nach dem Microsoft im Juni die Frist für die Pflicht zu seiner New Commerce Experience auf unbestimmte Zeit verschoben hat, geht der Konzern einen weiteren Schritt auf die Kundschaft zu: In verschiedenen Blogposts kündigte das Unternehmen an, dass die Preisgestaltung und die Lizenzierungsbedingungen für Windows-, Windows-Server-, SQL-Server- und Office-Lizenzen im Betrieb ausserhalb seiner Azure-Services angepasst werden.
2019 führten die Redmonder neue Lizenzbedingungen ein, die einen günstigeren Betrieb erlaubten, wenn sie über die Dedicated-Server von Azure liefen. Von der Konkurrenz hiess es damals, dass Microsoft so versuche, seine Kunden auf die eigenen Cloud-Services zu zwingen. Die Geschäftspraktik brachte schlussendlich eine Klage von OVHcloud und eine Untersuchung der EU-Kommision mit sich.
Noch im Mai versuchte Microsoft rechtliche Bedenken zu zerstreuen. Jetzt scheint das Unternehmen ganz zurückzukrebsen: Die als "unfair" kritisierten Lizenzbedingungen sollen korrigiert werden. Ab dem 1. Oktober sollen bei den Outsourcing- und Hosting-Bedingungen "bedeutsame Korrekturen und Verbesserungen" in Kraft treten, schreibt Microsoft. Dadurch soll die Nutzung der Services einfacher und günstiger werden.
Zudem soll es eine Auswahl an ein- und dreijährigen Abonnements für viele Produkte geben. Darunter Windows Server, Remote Desktop Services (RDS) und SQL Server sowie durch Partner im Cloud-Solution-Provider-Programm. Mit den langfristigen Abonnements soll insbesondere eine gewisse Preisstabilität für die Kundschaft gewährleistet werden, heisst es von Microsoft.

Loading

Mehr zum Thema

image

Microsoft bläst zum Angriff auf Google

Die Suchmaschine Bing soll dank KI-Hilfe zur ernsthaften Google-Alternative werden.

publiziert am 8.2.2023
image

SASE: weit verbreitet, aber oft unterschätzt

SASE (Secure Access Service Edge) hat sich während der Pandemie in vielen Firmen bewährt. Sie konnten damit schnell die durch Homeoffice veränderte Netzwerknutzung abfangen. Viele Unternehmen übersehen aber, dass sie damit nur einen Bruchteil der Möglichkeiten nutzen, die SASE bietet.

image

Erstaunliches Wachstum für Bechtle

Während das Geschäft für viele IT-Unternehmen Ende des letzten Jahres aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage stockte, meldet der deutsche IT-Konzern zweistellige Wachstumszahlen.

publiziert am 7.2.2023
image

Microsoft-User konnten einen Tag lang nicht mailen

Aufgrund einer Störung bei Outlook.com konnten Nutzerinnen und Nutzer während eines ganzen Tages keine E-Mails verschicken und empfangen.

aktualisiert am 8.2.2023