Temenos steigert Gewinn und wehrt sich gegen Vorwürfe

20. Februar 2024 um 08:53
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Temenos' Interims-CEO Andreas Andreades. Foto: zVg

Der Genfer Bankensoftware-Hersteller kommt trotz guten Zahlen nicht zur Ruhe. Gegen die schweren Vorwürfe soll eine Untersuchung eingeleitet werden.

Bankensoftware-Hersteller Temenos hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2023 den Gewinn gesteigert. Im Schlussquartal stieg der bereinigte Gewinn um 4% auf 1,03 US-Dollar je Aktie, fürs ganze Jahr wies das Unternehmen eine Zunahme von 13% auf 3,19 Dollar je Aktie aus.
Umsatz und Betriebsgewinn hatte Temenos bereits vor einem Monat kommuniziert: Im Schlussquartal erreichte der Umsatz 298 Millionen Dollar (+7%). Der bereinigte Betriebsgewinn Ebit stieg auf 101,3 Millionen (+8%). Die entsprechende Marge stieg leicht auf 34% von 33,8% im Vorjahr.
Trotz des positiven Geschäftsverlaufs ist der Aktienkurs nach schweren Vorwürfen des US-Shortsellers Hindenburg stark abgesackt. Die Rede ist von schwerwiegenden Unregelmässigkeiten in der Rechnungslegung des Unternehmens.

Vorwürfe prüfen und Untersuchung einleiten

Der Verwaltungsrat von Temenos werde die erhobenen Vorwürfe "gründlich prüfen", heisst es nun von Temenos. Dabei ziehe man die Hilfe unabhängiger Dritter bei. Es werde eine "fundierte" Reaktion geben, sobald die Ergebnisse der Prüfung vorlägen.
Ein neuer CEO wurde derweil noch nicht gefunden. Der Verwaltungsrat habe im zweiten Halbjahr 2023 kurz davor gestanden, einen neuen Unternehmenschef ernennen zu können. Leider sei die Ernennung letztendlich nicht zustande gekommen. Man mache aber gute Fortschritte, eine alternative Person einzustellen.

CEO-Nachfolge bleibt ungeklärt

Der frühere Verwaltungsratspräsident Andreas Andreades hatte die CEO-Aufgaben im Januar 2023 interimistisch übernommen – nach dem abrupten Abgang des damaligen Konzernchefs Max Chuard. Sowohl Hindenburg wie auch ein Kleinaktionär hatte gefordert, den aktuellen Interims-Chef Andreades mit sofortiger Wirkung zu entlassen.

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