Der US-Konzern Salesforce möchte mit seiner Software über die Vertriebsabteilung hinaus in das gesamte Unternehmen expandieren. Dafür hat die Firma an ihrer Hausmesse Dreamforce in San Francisco die Plattform "Agentforce 360" vorgestellt. Sie sei eine Weiterentwicklung der
ersten Agentforce-Version, die vor gut einem Jahr lanciert worden war, erklärt Salesforce.
Die Lösung vereint dem Anbieter zufolge die Plattform selbst, eine einheitliche Datenschicht namens "Data 360", die Customer-360-Apps für Kundendienst, Marketing und Vertrieb sowie Slack als Benutzerschnittstelle zwischen Anwender und Technologie. Die Plattform diene der Entwicklung von KI-Agenten, wofür Salesforce eine eigene Scriptsprache einführt. Dabei hilft natürlich die KI, die auch von einem
alternativen Anbieter wie Google oder OpenAI bezogen werden kann.
CRM war nur der Anfang
Der Gründer und CEO von Salesforce, Marc Benioff, sieht laut einer Mitteilung das Zeitalter des Agentic Enterprise angebrochen. "Agentforce 360 verbindet Menschen, KI-Agenten und Daten auf einer vertrauenswürdigen Plattform und hilft der Belegschaft in jedem Unternehmen, mehr zu erreichen, als sie je für möglich gehalten hätten", behauptet er. Die Kunden folgen dem CEO offenbar: Laut Salesforce sollen sich in den vergangenen zwölf Monaten weltweit rund 12'000 Unternehmen für Agentforce entschieden haben, inklusive des US-Anbieters selbst. Nach eigenen Angaben kommt die Lösung für das Management von IT, Kundendienst und Vertrieb zum Einsatz.
Die Managementfunktionen für IT sind neu bei Salesforce. Das Unternehmen kündigt dafür eigens die Lösung "Agentforce IT Service" an, was als eine direkte Antwort auf
die CRM-Pläne von Servicenow gesehen werden kann. Der Marktführer im Bereich IT Service Management hatte an seiner Hausmesse Knowledge im Mai eine entsprechende Lösung angekündigt. Nun schlägt Salesforce zurück und wildert in den Gefilden von Servicenow.