Weiterer aktivistischer Investor bei Salesforce

9. Februar 2023 um 10:53
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Wackelt der Stuhl von Salesforce-CEO Marc Benioff? Foto: JD Lasica / Flickr / Lizenz: CC BY 2.0

Mit Third Point hat sich ein weiterer aktivistischer Investor an Salesforce beteiligt. Damit könnte die Position von CEO Marc Benioff gefährdet sein.

Nach Starboard Value, ValueAct Capital Partners, Elliott Investment Management und Jeff Ubben's Inclusive Capital ist gemäss dem 'Wall Street Journal' ein weiterer aktivistischer Investor bei Salesforce eingestiegen. Die in New York ansässige Gesellschaft hat sich schon früher an Campbell Soup, Walt Disney oder Shell beteiligt, bevor sie auf Veränderungen bei den jeweiligen Unternehmen drängte, so die Zeitung.
Mit der Investition könnte nun auch der Stuhl von Salesforce-Mitgründer und -CEO Marc Benioff ins Wackeln geraten. Obwohl die Ziele der Investoren nicht öffentlich bekannt sind, wäre es nicht das erste Mal, dass der aktivistische Investor einen Geschäftsführer zu Fall bringt. Bereits im Jahr 2020 beteiligte sich Third Point an Intel, bevor der damalige CEO des Chipherstellers, Bob Swan, zurücktrat und VMware-Chef Pat Gelsinger zurückgeholt wurde.

Noch mehr Entlassungen?

Gemäss dem 'Wall Street Journal' (Paywall) machte Elliott Management erst kürzlich Schlagzeilen durch seine Rolle in der Privatisierung von Citrix und der Fusion mit dem Anbieter von Datenanwendungen Tibco, bei der tausende Stellen bei beiden Unternehmen abgebaut wurden. Die aktivistischen Investoren könnten Salesforce möglicherweise zu ähnlichen Schritten bewegen. So soll ein weiterer Stellenabbau oder die mögliche Veräusserung einer der Tochtergesellschaften zur Diskussion stehen.
Die aktivistischen Investoren bei Salesforce kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die gesamte Tech-Branche mit einer stark gedämpften Nachfrage konfrontiert ist, nachdem sie während der Covid-19-Pandemie noch eine Boom-Phase erlebt hatte. Bereits im Januar kündigte Salesforce die Entlassung von über 7000 Mitarbeitenden an. Im Dezember musste der ehemalige Co-CEO Bret Taylor seinen Hut nehmen. Dazu haben auch der Security-Chef und der Security-CTO das Unternehmen verlassen. Der Umbruch bei Salesforce hält also an.

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