Basel-Stadt weitet E-Voting aus

14. August 2025 um 09:49
  • politik & wirtschaft
  • e-government
  • E-Voting
  • basel-stadt
image
Foto: Johannes Sieber / Unsplash

E-Voting kann derzeit nur von Auslandschweizern und Menschen mit Behinderungen genutzt werden. Basel-Stadt will den digitalen Kanal künftig auch der inländischen Stimmbevölkerung zur Verfügung stellen.

Der Kanton Basel-Stadt gehört zu den drei Pilotkantonen, die 2023 E-Voting-Versuche aufgenommen haben. Aktuell können in Basel-Stadt ausschliesslich Menschen mit Behinderungen sowie Auslandschweizerinnen und -schweizer den digitalen Abstimmungskanal nutzen. Künftig soll E-Voting aber auch weiteren Personen zur Verfügung stehen.
Laut einer Mitteilung plant der Regierungsrat, den elektronischen Stimmkanal schrittweise auf 30% des kantonalen Elektorats auszudehnen. Dies ist nach Vorgaben des Bundes das Maximum.
An neun Urnengängen wurde in Basel-Stadt seit 2023 der digitale Kanal angeboten. Dabei habe man gute Erfahrungen gesammelt, schreibt der Regierungsrat. Somit will Basel-Stadt, wie auch Graubünden, St. Gallen und Thurgau, E-Voting weiteren Stimmberechtigten mit Wohnsitz im jeweiligen Kanton zur Verfügung stellen. Die vorgegebene Limite von 30% des Elektorats könne mit automatisierten Verfahren umgesetzt werden.

Weiterführung bis 2036

Wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht, plant der Kanton den E-Voting-Versuchsbetrieb bis 2036 weiterzuführen. Dazu beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat Ausgaben in der Höhe von 6,7 Millionen Franken.
Aktuell laufen in der Schweiz E-Voting-Versuche in vier Kantonen. Pläne, E-Voting einzuführen oder wieder einzuführen, gibt es auch in Genf, Luzern und Bern.

Loading

Mehr zum Thema

image

Schweiz braucht klare KI-Regeln

KI- und Plattformregulierungen müssen im Einklang sein, fordert Nationalrätin Isabelle Chappuis. Der Bundesrat versichert, die beiden Regulierungsprojekte aufeinander abzustimmen.

publiziert am 14.8.2026
imageAbo

Bundesrat lehnt Bürgschaften für Glasfaserausbau ab

Die Regierung will Ausbauprojekte vor allem in ländlichen Gebieten direkt fördern. Staatliche Bürgschaften für unrentable Projekte würden das Finanzierungsproblem nicht lösen.

publiziert am 13.8.2026
image

Bundesgericht bremst Bern bei der automatisierten Fahrzeugfahndung

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde gegen das neue Polizeigesetz des Kantons Bern teilweise gutgeheissen.

publiziert am 13.8.2026
imageAbo

Solothurn verlängert eTax-Betrieb freihändig

Der Kanton setzt bis mindestens Ende 2029 auf die Steuerlösung. Ringler Informatik bleibt für Wartung und Betrieb zuständig.

publiziert am 13.8.2026